Die Rasse

Bevor man sich für einen spanischen Wasserhund entscheidet, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man es mit einem Arbeitshund zu tun hat, der als Hütehunde, Stöberhund und Apportierhunde eingesetzt wurde. Spanische Wasserhunde gelten als intelligent, lern- und arbeitsfreudig. Dabei sind sie sehr gehorsam und einfach zu erziehen und binden sich eng an ihre Bezugspersonen. Sie sind immer freundlich und fröhlich. Spanische Wasserhunde sind nicht für eine Zwingerhaltung geeignet, wobei Zwingerhaltung einem Hund per se nicht gerecht wird.

So ein Hund muss beschäftigt werden. Da er sehr intelligent ist, kann man ihn gut mit allerlei Spielchen beschäftigen, wobei der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Dies fordert er auch ein und Cäthe und Wilma lassen es uns deutlich spüren, wenn für Ihren Geschmack vielleicht mal zu wenig los war. Sie schleppen dann alles an, was sie in ihrer Spielkiste finden und animieren zum mitmachen, oder sie räumen gemeinsam mal den Mülleimer auf, wenn man nicht aufpasst. Ausreichend beschäftigt ruhen sie in sich selbst und gönnen sich und ihrer Familie auch mal eine Pause. Das ist einfach wunderbar und trägt zu einem entspannten Miteinander bei.

 

Die Pflege eines spanischen Wasserhundes ist einfach und unkompliziert. Sein Fell wächst um ca. 1 cm pro Monat. Kürzer gehalten ist das Fell gelockt. Wird es länger, bildet das Fell irgendwann Schnüre aus. Das Fell wird nicht gebürstet, sondern allenfalls auseinander gezupft, wenn es zu sehr verfilzt ist. Wir halten es so, dass unsere Hunde regelmäßig geschoren werden, so dass das Fell immer zwischen 3 und 5cm lang ist. Dies kann man selber machen, oder man geht in den Hundesalon. Die Felllänge ist letztlich Geschmacksache. Im Hochsommer ist ein kürzeres Fell für den Hund aber sicher angenehmer. Ansonsten muss das Fell in den Ohren ab und zu gezupft werden. Hieran gewöhnt man den Hund am besten schon im Welpenalter, dann hat man später keine Probleme damit. Das war es dann eigentlich auch schon.

In der Presse liest man immer wieder, dass sich spanische Wasserhunde auch für Allergiker eignen sollen. Hierzu können wir mangels eigener Erfahrungen nichts sagen. Ein unbestreitbarer Vorteil ist sicher, dass die Hunde nicht haaren. Gewissheit, dass dadurch allergische Reaktionen vermieden werden können, bedeutet dies aber nicht. Wir würden bei bekannter Hundehaarallergie einen Selbsttest empfehlen.

Der Perro de Agua Español ist meines Erachtens kein normal üblicher Hund! Ich weiß, das sagt jeder Hundebesitzer über seine Lieblingsrasse aus, doch habe ich noch nie einen Hund kennen gelernt, der nach kurzem Zuschauen der menschlichen Tätigkeiten, diese versucht nachzumachen! Ob es beim Unkraut rupfen im Garten oder beim Wäsche abhängen die Kleidungsstücke in den Korb zu legen, immer versucht der Perro es ähnlich und seinem ausgesuchten "Bezugsmenschen" eine Freude zu machen. Diesen Menschen behalten sie immer im Auge und verfolgen ihn häufig auf Schritt und Tritt.  Perros sind ausgesprochen schlaue und wissbegierige Hunde, die sehr leicht lernen, jedoch dadurch schon wieder etwas schwierig sind, da sie sich jeden Fehler, der vom Menschen gemacht wird, auch merken. Ein Perro muss mit Ruhe und Freundlichkeit erzogen werden, da schimpfen und schreien mit event. Härte und Gewalt,  ihn sehr einschüchtert und sein Vertrauen zu seinem Menschen zerstört! Deshalb sehen ich den Besuch einer Hundeschule mit Hundetrainern, die mit positiver Verstärkung ausbilden, sowie das Lesen einiger Hundebücher als Pflicht, um einen Hund, egal ob Perro oder anderer Rasse, in einer Familie leben zu lassen. Seine Fähigkeit als Hund z.B. apportieren, stöbern, jagen, hüten bzw. Ersatzbeschäftigungen, wie Hundebreitensport, Agility, Obedience und Schnüffelspiele sollten ermöglicht werden um einen ausgeglichenen Hund zu haben!. Ein Perro brauch auf jeden Fall viele Aufgaben und kann nicht nur zur Gesellschaft gehalten werden. Wobei ich eigentlich der Meinung bin, dass kein Hund nur zur Gesellschaftshaltung geeignet ist!